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ADBW-END-1-Studie erfolgreich! Bitte um weitere Proben!
Sehr geehrte ADBW-Mitglieder:
Wir haben Sie regelmäßig anlässlich der Jahrestagungen und in ADBW-publik über das ADBW-END-1-Projekt informiert. Wie Sie wissen, konnte eine Altersabhängigkeit für Autoantikörperpositivität in der ADBW-Kohorte gezeigt werden mit einem recht hohen Prozentsatz an Antikörper-Positivität bei Patienten mit Diabetesmanifestation nach dem 40igsten Lebensjahr.
Wie von Anfang an geplant, wurden inzwischen die Immungene bei den Probanden untersucht. Für die HLA-Merkmale DR3/DR4 und auch DR4/X (X = ein anderes HLA-Merkmal als DR3 oder DR4) zeigt sich eine klare Altersabhängigkeit, d.h. je höher das Manifestationsalter des immunmediierten Diabetes (Antikörper-Positiver Patient), desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ein typisches HLA-Merkmal für den Typ 1 Diabetes mellitus vorliegt.
Dieser Trend ist nicht ganz überraschend, konnte aber in dieser Form noch niemals an einer so großen und so homogenen Patientengruppe (>1500) nachgewiesen werden. Sie werden sich jetzt bestimmt fragen, was ist mit einem Diabetes-Patienten, der Autoantikörper aufweist aber kein HLA-DR3 und/oder DR4 Merkmal trägt? Ist das noch eine „echter Typ 1 Diabetes“ oder gar eine ganze „andere Krankheitsentität“? Um diese Frage zu beantworten, wurden weitere der bekannten Typ 1 Diabetesgene am ADBW-Kollektiv untersucht. Es stellte sich heraus, dass sich mit dem höheren Alter die Frequenz der Hochrisikomarker DR3/DR4 abschwächt, die weiteren Typ 1 Risikomerkmale jedoch in ähnlicher Verteilung wie bei Kinder und Jugendlichen vorliegen.
Dieses Ergebnis planen wir in Bälde als Mitteilung der ADBW-Study-Group in einer internationalen Zeitschrift zu publizieren. Alle ABDW-Mitglieder, die viele Patienten beigetragen haben, sind selbstverständlich Ko-Autoren dieser Publikation.
Eine weitere wichtige Frage, die sich aus den bisherigen Analysen ergibt und uns als Kliniker sicher brennend interessiert ist der Beitrag von Typ 2-Diabetesgenen zum spät-manifestierten autoimmunen Diabetes. Schon die Anamnese zeigt, dass ein Typ 2 Diabetes häufiger in den Familien mit einem Typ1 Diabetes zu finden ist und der Phänoytp dieser Patienten gleicht oft den Typ 2 Patienten. Unklar ist aber, welche Typ 2 Diabetesgene in dieser Gruppe von Patienten einen besonderen Beitrag zum Risiko leisten. Wir werden die neuesten Diabetesgenmarker, die u.a. auch zusammen mit dem Ulmer Team beschrieben werden konnten, dazu bestimmen (Genetic variant near IRS1 is associated with type 2 diabetes, insulin resistance and hyperinsulinemia. Nat Genet 2009; Parental origin of sequence variants associated with complex diseases Nature, 2009 im Druck,;Genome-wide association study and meta-analysis find that over 40 loci affect risk of type 1 diabetes. Nature Genetics 2009 im Druck, DIAGRAM+ Study Nature 2010 im Druck).
Um jedoch eine ausreichend große Zahl von Patienten mit einem nicht-immunologischen Diabetes einzuschließen, bitten wir Sie jetzt, uns Proben von ALLEN NEU MANIFESTIERTEN DIABETESPATIENTEN zuzusenden (Diabetes Neuentdeckung kann auch bis zu zwei Jahre zurück liegen). Wir benötigen wie zuvor ein EDTA-Röhrchen und ein Serumröhren. Die Bögen für die klinischen Daten und die immunologischen Ergebnisse können Sie von der ADBW-Homepage (http://www.adbw.de, Bereich „Studien“) direkt herunterladen und ausdrucken. Wir werden Ihnen möglichst zeitnahe die Antikörperdaten mitteilen und Sie natürlich zu den Risikogenmerkmalen weiter auf dem Laufenden halten. Wir danken Ihnen auf diesem Wege herzlich für die exzellente Zusammenarbeit Berhard Böhm und Reinhard Holl
Erste Ergebnisse der laufenden AIDA Studie
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